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Taito

Hier einige Taitos, die ich geschrieben habe. Schön untereinander... vergebt mir. m(-.-)m Es sind im übrigen nicht alle. "Alles und doch nichts" möchte ich einfach nicht mehr sehen. Wer mag, darf natürlich auf Mexx lesen...

A little difference                                                                                                            

           that doesn't matter

Schon seit langer Zeit lag ich hier in meinem Bett und starrte an die Decke. Wieder hingen meine Gedanken bei meinem besten Freund Yamato. Schon seltsam. Mit diesem ‚seltsam’ meinte ich nicht ihn oder seine Art. Nein, ich meinte die Tatsache, dass unsere Freundschaft schon drei Jahre bestand, dass noch niemand bei unseren gelegentlichen Prügeleien gestorben war, dass wir uns trotz dieser beachtlichen Unterschiede so perfekt ergänzten. Ich lächelte. Schon verwunderlich, wirklich. Ich für meinen Teil war mit meinen 15 Jahren Kapitän der Fußballmannschaft, groß und gebräunt. Ich ernährte mich gesund, trieb viel Sport und ließ die Finger von Alkohol, Zigaretten und anderen Drogen. Das konnte ich mir wegen meiner angestrebten Fußballkarriere nun wirklich nicht leisten! Yama hingegen... war eigentlich das genaue Gegenteil von mir. Er war fast einen Kopf kleiner als ich, unheimlich zierlich und so blass, dass er andauernd gefragt wurde, ob es ihm denn gut ginge und... Ich stutzte. Wieder viel mir kein passendes Wort ein. Mal davon abgesehen, dass er so provokant war, dass er vermutlich nur deshalb noch nicht ermordet worden war, weil seine Band-Kollegen geschlossen gegen etwaige Gegner antraten, blieben noch seine sanfte Stimme und seine azurblauen Augen übrig. Schon seltsam, wie ein einzelner Mensch so verschieden sein konnte. Das verwunderte mich immer wieder.

 

Ich setzte mich auf und ging zum Fenster, wo ich mich auf dem kalten Fensterbrett niederließ. Es war eine kühle Sommernacht. Der Mond stand hoch am Himmel und beschien die nächtliche Stadt. Auf einmal hörte ich eine bekannte Melodie. Ich lächelte und trat hinaus auf den Balkon. „Hi Yama! Auch noch wach?!“, sagte ich fröhlich und drehte mich zum Haus neben an. Yamatos Vater und er waren im letzten Jahr in unser Nachbarhaus gezogen und so trennten unsere Zimmerfenster nur noch etwa drei Meter. Um hinüber zu springen war es zwar sowohl mir als auch ihm zu hoch, weil die Wohnungen im zweiten Stock lagen, aber man konnte sich so ungestört unterhalten und das war nun mal unsere Lieblingsbeschäftigung. Der Blonde hatte sich inzwischen mir zu gewendet und die Mundharmonika bei Seite gelegt. „Kann nicht schlafen. Was ist mir dir, Tai?“, sagte er leise und blickte hinauf zum Vollmond.

 

„Dito.“ Stimmte ich zu und folgte seinem Blick. Um uns herum war alles schwarz. Nur das strahlende Licht des Mondes weit über uns erhellte unseren Standplatz. In Gedanken versunken beobachtete ich den Lichtstrahl, der Yamatos Haare silbern schimmern ließ. Wie oft ich das schon getan hatte... Während unserer Freundschaft hatte ich das helle Blond in allen nur möglichen Nunancen gesehen. Wenn, wie jetzt, der Mond schien, so nahmen sie diesen schönen Silber-Ton an. Brannte die Sonne vom Himmel herab, so waren sie in ein warmes Gold getaucht. Versteckten dunkle Wolken den Planeten, so erlosch das Schimmern und man sah vielmehr grau denn blond.

 

Hatte ich nicht schon vor kurzem über die unterschiedlichen Seiten des Jungen vor mir nachgedacht? Trotz alledem... süß.

 

„Warum bist du eigentlich heute so wortkarg?“, fragte Yama plötzlich und schreckte mich so aus meinen Gedanken. „Sonst redest du immer wie ein Wasserfall und jetzt...“ Ich grinste und antwortete: „Worüber soll ich denn reden? Außerdem sehe ich viel lieber dem Mondlicht zu, dass sich in deinen Haaren bricht.“ Yamato errötete. Ich konnte es kaum glauben! Der verruchte Blondie, der sonst über alles reden konnte, der lügte ohne sich dafür zu schämen, dieser eine Yamato Ishida errötete gerade vor mir! Und das wegen einer Bemerkung über seine Haarpracht! Jetzt fehlte nur noch, dass es Fische regnet und Schweine fliegen können!

 

„Du denkst wieder was sarkastisches!“, bemerkte der Sänger vor mir und riss mich somit wiederum aus meinen Gedanken. Ich stutze. „Wie hast du das denn bemerkt?!“, fragte ich verwirrt. Jetzt grinste er breit. „Oh, bitte! Taichi Yagami, ich kenne dich lange genug um das zu bemerken. Du siehst dann immer total anders aus! Hey, guck nicht so! Ich meine es ernst, dass ist immer voll seltsam.“ Ich blickte ihn immer noch ziemlich ratlos an. „Weißt du...“, fing er an, „du bist nun mal ein Strahlemännchen. Das bist du und warst es schon immer. Ich meine das gar nicht negativ, wirklich, genau das mag ich ja so an dir. Aber...“ Er blickte auf den Boden. „Na ja, da gibt es noch eine andere Seite an dir. Eine Seite, die sonst niemand kennt. Da ist dieser Sarkasmus, den du kaum zeigst, um andere nicht zu verletzen. Dann das verträumte, das ich erst einmal gesehen habe und als du das bemerkt hast, hast du es sofort gelassen.“ Unsicher blickte er mir in die Augen. Ich bemerkte, dass es ihm schwer fiel, diese Worte auszusprechen. „Tai... da ist dann noch etwas ganz anderes, was du noch nie jemandem gegenüber ans Licht gebracht hast... Deine liebevolle Seite.“ Mein Gesicht musste inzwischen wirklich wie ein einziges Fragezeichen aussehen, so wenige verstand ich die Worte, die nach und nach über seine Lippen kamen.

 

Er schüttelte leicht den Kopf und blickte wieder nach oben zum Sternenhimmel. „Chi... du... bist nett, freundlich, warmherzig, das alles will ich gar nicht in Frage stellen, aber du liebst niemanden. Was ich meine ist, du tust so, bist es aber doch nicht. Zumindest... nicht wirklich.“ Seine Stimme war nach und nach immer leiser geworden und schließlich ganz erstorben. Ich konnte spüren, dass ihm das nicht gerade leicht gefallen war. Tief in meinem inneren Spürte ich, dass er Recht hatte. Es war tatsächlich so, na ja, bis auf meinen Sarkasmus, denn den hatte meine Schwester Kari schon des öfteren zu spüren bekommen. Das einzige, was ich immer noch absolut nicht verstand, war die Tatsache, dass er mir etwas mitteilen wollte, was er immer noch nicht gesagt hatte. Nur... was konnte jetzt noch kommen?

 

Tief in meine Gedanken versunken bemerkte ich nicht einmal, dass Yamato vom Balkon verschwunden war. Erst jetzt, als leise an der Tür geklopft wurde, erkannte ich sein Fehlen. Ich lief gemächlich zur Tür und öffnete diese sogleich. Vor mir stand tatsächlich Yama. Wiederum blickte ich ihn verwirrt an. Er seufzte, schloss die Tür und lief, mich an der Hand haltend, in mein Zimmer. Dort angekommen verriegelte er das Fenster und die Tür und schubste mich sanft auf mein Bett.

 

„Okay, was soll das?“, fragte ich schließlich, nachdem er sich neben mich gesetzt hatte. Wieder starrte er gen Boden. „Also... dir ist sicher nicht entgangen, dass ich dir noch was sagen wollte. Aber... ich will nicht, dass es die halbe Welt mitkriegt.“ Nervös rutschte er auf der Bettdecke herum, bis er letztendlich aufstand und aus dem Fenster sah. „Tai... versprich mir, dass du mir verzeihst, dass du mir nicht böse deshalb bist.“ Er blickte kurz zu mir und ich nickte. Seufzend sprach er weiter: „Also... ich weiß nicht, ob du es bemerkt hast, aber... Scheiße!“ Er sank auf dem Boden zusammen und wagte nicht, seinen Blick zu heben. „Tai... nein, ich kann es dir nicht sagen.“ Er schluchzte bitterlich.

 

Es tat mir weh, ihn so leidend am Boden sitzend zu sehen. Ich stand leise auf und setzte mich neben ihn. Dann nahm ich ihn in die Arme und strich ihm sanft durch das Haar. „Psst... Yama, sag’s einfach. Ich hör dir einfach zu, okay?“ Er nickte und richtete sich ein Stück auf, blieb aber noch sitzen. „Tai... ich... liebe dich. Es tut mir so Leid, aber ich fühle nun mal so. Ich...“ Die letzten Worte verstand ich nicht mehr, da er wiederum zu heulen anfing.

 

Yamato liebte mich. Oder war verliebt, fühlte sich angezogen... was auch immer. Er wollte was von mir. Und nun lag es an mir. Ich konnte ihn von mir stoßen, ihn wegschicken und versuchen, ihn zu ignorieren, oder ich... War es auch bei mir so? Liebte ich ihn? Nein, das hätte ich doch bemerkt, oder?! Ich konnte zwar nicht verleugnen, dass ich ihn sehr mochte, aber Liebe? Liebe, dass war, so hatte ich es mir einmal ausgedacht, ein sehr relativer Begriff. Es gab ‚Liebe’ und ‚Verliebtheit’. Dann noch ‚Schwärmerei’ und ‚Freundschaft’. Und das alles auseinander zu halten, war leichter gesagt als getan.

 

Ich horchte tief in mich hinein. Fast führten zwei Stimmen einen Kampf um die Oberhand.

„Vergiss es! Er ist ein Junge, genau wie du! Außerdem ist er nur ein Freund, nicht mehr.“

„Was weißt du denn schon! Du bist mindestens verliebt in ihn. Da sind die Umstände doch egal!“

„Tss, aber du weißt wieder alles! Das ist von seiner Seite aus nur Schwärmerei, bestenfalls. Du willst doch nicht auf so was setzen, oder?“

„Aber es ist Liebe! Du liebst in schon lange, du willst es dir nur nicht eingestehen!“

„Hallo?! Denk doch mal daran, was die anderen denken werden! Man wird euch ausstoßen!“

„Na und? Ihr hättet noch euch, das ist doch das wichtigste, oder?!“

 

Auf welche dieser Ratschläge sollte ich hören? Die Entscheidung viel mir schwer, sehr schwer. Dass Yamato immer noch in meinen Armen lag machte es leider auch nicht viel leichter. Verschwommen erinnerte ich mich noch daran, an was ich gedacht hatte, bevor wir uns gesehen hatten... Er hatte viele Seiten, schlechte und gute, wie jeder andere auch. Aber, und das verwunderte mich doch sehr, es störte mich nicht. Ich liebte alles an ihm, dass wurde mir bewusst, während ich ihm weiterhin verträumt durch die längeren Haare strich.

 

„Du bist schon seltsam.“ fing ich schließlich an. „Manchmal glaube ich, wegen deinen Launen verrückt zu werden. Mal bist du total lieb und richtig süß, im nächsten Moment schon wieder so provokativ wie nur selten jemand und das größte Arschloch der Welt. Doch... Weißt du was?“ Ich drehte sein Gesicht zu mir und blickte ihm tief in die Augen. „Das alles ist mir völlig egal. Ich liebe dich.“ Ich beugte mich zu ihm und hauchte ihm einen Kuss auf die Wange. „Ich dich auch. Schon lange...“ beteuerte der Kleinere und verwickelte mich in einen langen Kuss.

 

Fine.

 

Feuer und Eis

Legende:

„...“ reden    

/.../ Gedanken

//Flashback// bis //Flashback ende//  Rückblick in die Vergangenheit, klärt sich im Lauf der Geschichte auf

 

Kapitel 1 - Du verlässt mich?

„Aber Tai! Wieso?“

„Ach, lass mich doch. Du verstehst das doch eh nicht. Ich hau ab!“

Mit diesen Worten knallte er die Zimmertür zu. /Er verschwindet einfach. Ohne Grund! Habe ich ihn irgendwie verletzt? Wir konnten doch sonst über alles reden. Und jetzt?/ Salzige Tränen rannen die hellen Wangen des Jungen hinunter. Da saß er nun also. /Was sollte dieser Mist denn? Kann er nicht einfach sagen, was los ist?/  Völlig verstört versuchte er, sich an die vergangenen zehn Minuten zu erinnern...

 

 

//Flashback//

Kurz löste Yamato den Kuss. Fieberhaft überlegte er, wie er seinem Freund den Vorschlag unterbreiten sollte. Einfach reden? Bestechen? „Was ist?“, fragte Taichi, der den unsicheren Ausdruck in dem Gesicht seines Liebsten bemerkt hatte. Yamato entschied sich schließlich dafür, einfach zu erklären, worum es ging. Schlimmeres als ein „Nein!“ hatte er ja nicht zu befürchten.  „Äh, Chi, wir waren doch so lange nicht mehr im Kino. Wollen wir nicht mit Kei und Ichi gehen? Ta-chan hat uns eingeladen. Ich weiß, du magst ihn nicht, aber... für mich! Bitte!“ Der Brünette verzog das Gesicht. Jedoch nicht wegen Keitaro, wie der Blonde dachte, sondern wegen Ichiro. Dieser hatte ihm gestern etwas erzählt, das er nicht verkraften konnte. Yamato... mit ihm... das wollte er nicht zulassen. „Nein.“ Sagte er. Der Blonde wollte nicht aufgeben. „Aber Tai! Wieso?“

//Flashback ende//

 

 

/Warum hat er nur so reagiert? Ich weiß, er mag Kei nicht sonderlich, aber es ist doch nur ein Kinobesuch. Und er hat doch noch mich. Es würde ihn doch nicht umbringen. Und jetzt ist er gegangen. Ob er wieder kommt? Ich kann doch nicht ohne ihn sein!/ „Oh Tai... bitte, verlass mich nicht!“, murmelte er und wischte sich die feuchten Tränen aus dem zierlichen Gesicht. Was würde er wohl tun, wenn es wirklich aus war? Er hatte sich daran gewöhnt, Taichi zu küssen, ihn zu umarmen und überhaupt immer bei ihm zu sein. Sollte es wirklich daran zerbrechen, dass der Brünette nicht ins Kino wollte? Er musste einen anderen Grund haben. Nur welchen? Langsam ging der Sänger ins Bad.

 

 

Taichi unterdessen bemühte sich ebenfalls einen klaren Kopf zu bekommen. Es war kalt auf den Straßen Tokios, doch das bekam er kaum mit. Seine Gedanken schwirrten um den Blonden. Er war tatsächlich ausgeflippt, hatte den zierlichen Jungen angeschrieen und war schließlich aus der Wohnung gestürmt. /Yama! Warum hast du mir nur nie davon erzählt? Ich weiß, auch ich habe dir einiges verschwiegen, nein, ich tue es immer noch, aber... Woher weiß ich denn, dass du ihn nicht immer noch liebst? Ich habe überhaupt nicht das Recht darauf, mit dir zusammen zu sein, dich in meinen Armen zu halten und zu küssen. Warum behandle ich dich nur wie den letzten Dreck? Vergiss mich, Yamato Ishida, ich bin es nicht wert!/ Niedergeschlagen lief er durch die verschneiten Gassen.

 

 

Wieso glaubte er überhaupt alles, was Ichiro ihm erzählte? Auch wenn er es sich eigentlich nicht eingestehen wollte, er vertraute ihm voll und ganz. Allerdings war er doch ein bisschen eifersüchtig. Oder doch eher enttäuscht? Es war ihm nicht klar. Er hatte sich gewünscht, dass Yama seit dieser Geschichte mit Keitaro nur bei ihm geblieben wäre, aber jetzt... Ob der Blonde ihm je davon erzählt hätte? Wie hätte er dann reagiert? Vielleicht besser, aber es durch jemand anderen zu erfahren... Schrecklich.

 

 

//Flashback//

„Hm... Morgen!”, murmelte der Ältere zufrieden und drehte sich nach dem anderen Jungen um. Taichi saß am Fuß des Bettes und blickte in Gedanken versunken aus dem Fenster. „Tai, was hast du?“, fragte er und richtete sich auf. Der Angesprochene drehte sich um und sah ihn traurig an. „Du hast ein schlechtes Gewissen gegenüber Yamato, was?!“, stellte der andere fest und seufzte. Wie oft hatte er es Taichi schon angesehen, doch dieser wollte es nie zu geben. „Ichiro, ich...“ fing der Brünette an und eine Träne lief über seine gebräunte Wange. „Weißt du, Yama ist immer so lieb zu mir. Versteh das nicht falsch, du auch, aber... ich komme mir so mies vor, weil ich ihn betrüge. Er... tut mir Leid. Ich bin es überhaupt nicht wert.“ Nun konnte er sich nicht mehr halten und brach in Tränen aus. Ichiro schüttelte den Kopf und nahm ihn in den Arm.

 

 

Der Jüngere war am Ende. Schon seit fast zwei Wochen lief diese Affäre. Er hatte fast erwartet, dass der Fußballspieler irgendwann nicht mehr weiter wissen würde, doch das es jetzt schon soweit war... Der Blonde hatte es wesentlich länger ausgehalten. Natürlich hatte er geahnt, dass Yamato schweigen würde, aber nun musste er es Taichi wohl erzählen. Es konnte ja nicht sein, dass der sich wegen dem Sänger so niedermachte, wo es diesen doch sichtlich egal gewesen war! „Hey, wo ist das Strahlemännchen Taichi Yagami geblieben?“, sagte der Ältere lächelnd und küsste den Anderen kurz auf die Stirn. „Glaubst du etwa ernsthaft, dass dein Yama dir immer treu war?“ „Das versteht sich von selbst. Er hätte mir so was sicher gestanden.“ Beteuerte der Angesprochene. Belustigt hob Ichiro eine Augenbraue. Tatsächlich hatte der Blonde geschwiegen. Beachtlich, dass er scheinbar gar kein schlechtes Gewissen dem anderen gegenüber hatte. „So? Das glaubst du also. Und wenn ich dir das Gegenteil erzähle?“, meinte der 16-jährige. „WAS? Nein, Matt würde mir so was nicht antun. Verkauf mich nicht für dumm.“ Sagte der andere.

 

 

„Gut, dann hör mir jetzt zu, Kleiner! Dein über alles geliebter Yamato Ishida ist kein Stück besser als du. Eigentlich wollte ich es dir nicht erzählen, aber wegen IHM solltest du dich kaum schlecht fühlen. Blondi und ich hatte mal was miteinander. Eine kurze Affäre über ungefähr drei Wochen. Das ist etwa... zwei Monate her. Du hattest ihn damals wahnsinnig vernachlässigt, weil irgendein Finale kurz bevor stand. Er ist total aufgelöst zu mir gekommen und schließlich sind wir halt im Bett gelandet. Auch als das Finale vorbei war, ist er immer noch bei mir geblieben. Doch dann hat er irgendwann Schluss gemacht. Er hat ewig rumgedruckst und ist schließlich zu dir zurück. Danach war er dir, glaube ich, treu. In den Schwulen-Bars hat er sich jedenfalls nicht rumgetrieben, ich hab Freunde in der Szene. Fakt ist: Auch er ist fremdgegangen und ihn belastet das scheinbar kaum. Oder hätte er es dir sonst verschwiegen?“, erklärte Ichiro. Verblüfft sah ihn der Junge mit den nougatbraunen Augen an. Schließlich wischte er sich die Tränen ab. Er stand auf und zog sich an. Zum Älteren gewand sagte er: „Ichi, ich verschwinde. Wir sehen uns in der Schule.“ Dann trat er aus dem Zimmer.

//Flashback ende//

 

 

Warum hatte der Blonde ihm nur niemals davon erzählt? Wahrscheinlich aus dem selben Grund, weshalb er ihm nicht sein Verhältnis mit Ichiro beichtete. /Ach Yama! Ich hab so Angst, dich zu verlieren. Aber, warum nur?! Warum hast du mir nichts davon erzählt? Warum belastet dich das alles nicht? Warum habe ich den selben Fehler wie du gemacht? Warum habe ich dich damals so vernachlässigt? Warum habe ich mich nur auf ihn eingelassen? Es tut mir so Leid, auch wenn es dich kaum interessiert./ Versunken in seine eigenen Gedanken bemerkte er gar nicht, dass er schon längst vor seiner Haustür angekommen war. Niedergeschlagen schleppte er sich wie von selbst in sein Zimmer. Was er am meisten fürchtete war der nächste Schultag...

 

 

Auch Yamato dachte wieder und wieder über dieses Ereignis nach. Er verstand die Welt nicht mehr. Und vor allem hatte Taichi ihn noch nie so angeschrieen. Was sollte nun werden? Was sollte er morgen in der Schule sagen? Sollte er einfach schweigen? Oder den Brünetten zur Rede stellen? Geplagt von diesen Entscheidungen schlief der Junge schließlich ein...

 

 

Am nächsten Morgen ging der Sänger immer noch etwas verwirrt zum Unterricht. Er hatte den Vorabend immer noch nicht verarbeitet. Auch in seinen Träumen hatte er keine Antwort auf seine Fragen gefunden und so hatte er beschlossen einfach nach seinem Gefühl zu handeln. Immer noch in Gedanken bemerkte er nicht einmal, dass der Drummer seiner Band und gleichzeitig sein bester Freund, Keitaro Sugimoto, am Eingang wartete. „Hey, Yama-chan! Krieg ich denn heute keinen Guten Morgen-Kuss?”, beschwerte der sich schließlich und riss so den Blonden aus seinen Gedanken. „Oh, Morgen Ta-chan.“ sagte der Angesprochene und küsste den schwarzhaarigen kurz auf die Wange. Kei merkte sofort, dass etwas nicht mit ihm stimmte. „Komm, ich will dich was fragen.“ Meinte er schließlich und zog ihn hinter sich her zur Raucherecke. Um die Uhrzeit war dort noch niemand und so konnten sie in Ruhe alles besprechen.

 

 

„Okay, also schieß los. Was ist passiert?“, fragte Kei. „Ach Ta-chan, bitte, ich verstehe es doch selbst nicht!“, sagte Yamato und erzählte ihm die Ereignisse des Vorabends. „Hm... hasst er mich denn so, dass er das an dir auslässt?“ „Ich weiß nicht, ob das wegen dir war. Vielleicht hab ich irgendwas falsch gemacht. Oder...“ „Ach Quatsch! Er wird irgendwelche Komplexe haben.“ Der Schwarzhaarige verdrehte die Augen. „Nein! Red nicht so über ihn. Ich liebe ihn. Und...“ wandte Yamato ein. Nachdenklich seufzte der grünäugige. „Weißt du was? Er hat dich nicht verdient. Du bist viel zu nett.“ Traurig lächelte der Blonde. „Lass uns zum Unterricht gehen. Wenn ich noch einmal zu spät komme, muss ich nachsitzen.“ Meinte Keitaro schließlich und die Beiden gingen zum Schulhaus.

 

 

Eigentlich war Taichi immer ziemlich unzufrieden, nicht neben Yamato sitzen zu dürfen, aber heute war er fast dankbar. Nach dieser Aktion gestern Abend war er froh, nicht in die blauen Augen blicken zu müssen. Doch da war noch jemand anderes, von dem er sich eigentlich hatte fernhalten wollen.

„Guten Morgen, Taichi!“, flötete Ichiro Shimizu und schwang sich fröhlich auf seinen Tisch. Eine Gewohnheit, die er über alles liebte, der Jüngere allerdings hasste. Als er jedoch den Blick des Brünetten sah, stockte er.

„Hey, was ist dir denn für eine Laus über die Leber gelaufen? Die Sonne zeigt sich endlich mal wieder, die meisten Lehrer liegen mit ’ner Lungenentzündung im Bett, für Freitag Abend ist eine Party angesagt und du sitzt hier und übst dich im Trübsal blasen... Hallo?! Willst du mir nicht erzählen, was mit dir los ist?“

 

 

„Lass mich bitte in Ruhe.“ Sagte der jüngere, bemüht gefasst zu bleiben.

„Aha. Stress mit Yama also. Als ob du dich über was anderes überhaupt nur wundern würdest...“ Diagnostizierte Ichi und blickte nachdenklich auf die Tafel.

„Bitte. Ich möchte nicht darüber reden! Kannst du mich bitte alleine lassen?“

„Also echt! Ich weiß gar nicht, wie du es überhaupt schaffst, dich mit ihm zu verkrachen. Er ist ganz einfach wundervoll. Unheimlich lieb. Tja, mit mir hat er Schluss gemacht, dich liebt er. Oder etwa nicht?“

„Du hast Recht, vielleicht ist es wirklich... aus...“

„Ach... wenn es endgültig ist, sag mir Bescheid. Ich hätte ihn gerne noch mal ein paar Wochen.“

 

 

In diesem Moment traten Yamato und Keitaro ein. Als Yama Taichi erblickte wurden seine Augen glasig und er eilte schnell zu seinem Platz.

„Alles in Ordnung mit dir?“, fragte Kei sicherheitshalber.

„Hm... geht schon.“ Antwortete ihm der Blonde. „Ich würde ihn nur gerne verstehen, auch wenn er das aus irgendeinem Grund nicht zu lassen will. Leider...“ 

„Das wird schon wieder. Mach dir keine Sorgen. Der kann gar nicht anderes, als in spätestens zwei Tagen wieder reumütig vor deiner Tür zu stehen. Bist du eigentlich fit genug für die Bandprobe heute Nachmittag?“

„Natürlich. Ansonsten geht’s mir gut. Außerdem kann ich euch ja kaum alleine lassen, oder?!“ Er lächelte den anderen kurz an. Kritisch beäugte der schwarzhaarige den Leader, setzte sich aber schließlich auch. Taichi würde zurück kommen. Sonst würde der Blonde daran zerbrechen. Und das würde er als sein bester Freund sicherlich nicht zulassen!

 

Das waren jetzt die aktuellen. "How to say..." ist vermutlich in einer anderen Kategorie...^^

Thanks for Reading!^^ Elli.


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